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„Huey“ – die Bell UH-1D – oder auch der „Teppichklopfer“ wurde von Dornier gebaut!

Dieses Klopfen ist unverwechselbar!

Es ist dieses unverwechselbare Geräusch, das „Teppichklopfen“ der Bell UH-1D  das vielen Luftfahrt Begeisterten das Herz höher schlagen lässt. Das hörbare Flappen der Rotorblätter nennt sich im Fachjargon übrigens „Blade-Vortex Interaction Noise (BVI)“. Das Flappen entsteht wenn sich Wirbel, die bei hoher Flächenbelastung an den Blattspitzen entstehen ablösen und das nachfolgende Rotorblatt durch diese Wirbel hindurch stößt.

Der Hubschrauber der dieses markante Geräusch beim Fliegen produziert ist die als „Huey“ bekannte Bell UH-1D. Unter anderem wurde sie in Deutschland bei der Bundespolizei (ehm. Bundesgrenzschutz) und auch bei der Bundeswehr als leichter Mehrzweck- und Transporthubschrauber erfolgreich eingesetzt. Sowohl im taktischen Flugbetrieb als auch als Rettungshubschrauber und im SAR-Dienst flog sie zuverlässig tausende Stunden.

Doch wie kam dieses Muster nach Deutschland – sie wurde eigentlich für die US-Army gebaut?

Mitte der 1960er Jahre gab es ein Abkommen zwischen dem Bundesministerium für Verteidigung und der US-Firma Bell, die einen Nachbau des Hubschraubers für die Bundeswehr und den Bundesgrenzschutz (heute Bundespolizei) erlaubte. Hauptauftragnehmer für diesen Nachbau wurde mit einem Lizenzabkommen die Dornier GmbH. Ja, richtig gelesen, Dornier hat nicht nur Flugzeuge sondern auch Hubschrauber gebaut! Bis 1971 wurden von Dornier 352 Typen des Musters Bell UH-1D für Grenzschutz und die Bundeswehr gefertigt!

Das auf dem Bild gezeigte Exemplar hat die Werknummer 8105 und gilt als die erste, vollständig von Dornier gefertigte „Huey“. Sie ist im Dornier Museum Friedrichshafen ausgestellt und war bis 1994 beim Hubschraubergeschwader (HSG) 64 Ahlhorn im SAR-Dienst im Einsatz. Hier flog die Maschine hauptsächlich Einsätze für das Bundeswehrkrankenhaus in Hamburg-Wandsbek als SAR-71. Nach Auflösung des Geschwaders im Jahr 1994 kam sie zum Luftwaffentransportgeschwader (LTG) 62 nach Wunstdorf und wurde dort bis zur Aussonderung im Jahr 2006 eingesetzt.

 

Technische Daten

Hauptrotordurchmesser:   14,63m
Länge:                                     12,76m
Breite:                                      2,60m
Höhe:                                       4,41m
Heckrotordurchmesser:       2,59m
Triebwerke:                             1 x Lycoming T53-L11 oder 1x Lycoming L-13
Sitzplätze:                                 Max. 12
Max. Abfluggewicht:              MTOM 4.308kg
Höchstgeschwindigkeit:        204km/h
Reichweite:                              450km

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